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Gelenkleiden haben in den letzten Jahren stark zugenommen. Zu rund 50% kommt die Lahmheit aus dem Kniegelenk, wo die Behandlungen von Kreuzbandrissen und Patellaluxationen zu den häufigen bei uns durchgeführten Operationen zählen.


Hüfte

Moderne Hüftprothesen kommen ohne Zement aus. Ihre Komponenten werden mit Schrauben oder durch "press-fit" sicher im Oberschenkel und im Becken fixiert. Für Hunde ab ca. 16 kg Körpergewicht setzen wir mit grosser Erfahrung die Zurich cementless Hüftprothese (Kyon AG, Schweiz) ein, seit kurzer Zeit auch für kleine Hunde dank einer Mini-Hüftprothesen-Variante.  Der Eingriff wird zunächst mit den Kunden besprochen, bevor wir die Prothese einsetzen können. Es ist zu erwarten, dass die Erholungszeit rund 3 Monate dauert. Dann sollten die Patienten als Familienhunde wieder voll einsetzbar sein. 

Weitere Eingriffe an den Hüften sind die Reposition nach Luxation oder die Entfernung der Oberschenkelkopfes bei kleinen Hunden und Katzen.

Knie

Die am häufigsten durchgeführten Gelenkoperationen sind am Kniegelenk Kreuzbandrisse treten vor allem bei grossen Hunden auf und äussern sich in Anlauflahmheit. Wir behandeln diese Hunde entweder mittels der in Zürich entwickelten Tibial Tuberosity Advancement Technik (TTA) oder durch Bandersatze. Bei der Kniescheibenluxation sind es vor allem die kleinen Hunde, welche auf dem Operationstisch landen. Die Standardtherapie ist die Vertiefung der Rinne für die Kniescheibe und die Versetzung des Ansatzes des geraden Kniescheibenbandes. Für schwere Fälle haben wir eine Halbprothese auf Lager.

Ellbogen

Viele Ellbogenprobleme sind durch Ellbogendysplasie und ihre Folgen bestimmt. Ellbogendysplasie ist die Erkrankung des jungen Hundes mit Fehllast auf der Innenseite des Ellbogens. Wir entlasten das überbelastete Stück der Elle oder stellen die Biomechanik um. Die PAUL  Methode (proximal abducting ulnar osteotomy) hat hier neue Behandlungsoptionen eröffnet. Luxierte Ellbogengelenke werden eingehängt und die gerissenen Bänder genäht oder ersetzt.

Schulter

Viele Schulterprobleme des Hundes sind durch Knorpeldefekte (OCD) verursacht. MIt Arthroskopen oder offen werden diese entfernt. Die Prognose ist sehr gut, wenn früh behandelt werden kann. Bei alten Hunden kann sich die Bicepssehne entzündlich verändern, was zu einer medikamentellen oder chirurgischen Behandlung führt. Selbstverständlich bekommen alle Hunde auch eine physiotherapeutische Nachbehandlung.

Andere

Gelenkleiden sind vielfältig und bei unseren Haustieren zunehmend zu sehen. Wir bemühen uns um eine individuelle und moderne Therapie. Sie muss nicht immer chirurgisch sein. Gewichtsreduktion, Bewegungsanpassung, Physiotherapie, Schmerzmittel und Knorpelschutzmedikamente helfen zuweilen recht gut. Fallweise kommen auch alternative Methoden zum Einsatz. Wenn keine Möglichkeit besteht, muss manchmal auch eine Zehe oder eine Gliedmasse amputiert werden. Tiere leiden weniger stark unter dem Verlust eines Körperteiles als der Mensch, unter anderem auch weil sie auf 4 Beinen stehen.